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Ina Herrmann-Stietz

Seelenimpressionen

Leicht und spielerisch, aber auch selbstkritisch und Hilfe suchend sind die Verse dieses Lyrikbändchens. Ina Herrmann-Stietz teilt mit ihren Lesern Stimmungen und Ereignisse, Zweifel und Sinnsuche. Wie paradox, das sich der Leser in ihren persönlichen Erfahrungen selbst wiederfindet. Er kehrt zurück ins Land seiner Seele, seiner innersten Träume, kann dort Kraft schöpfen und mit erwachten Hoffnungen wieder ins Leben starten.

Süßer die Glocken nie klingen

Süßer die Glocken nie klingen

Friedrich Wilhelm Kritzinger

Das bekannte deutsche Weihnachtslied gibt die klangvollen weihnachtlichen Eindrücke in der Adventszeit wieder. Der Klang der Glocken scheint in dieser Zeit viel zauberhafter, zarter und lieblicher. Das heute bekannte Süßer die Glocken nie klingen wird nach einer Weise des 19. Jahrhundert gesungen. Die Melodie geht auf ein thüringisches Volkslied zurück, welches unter anderem für das volkstümliche Kunstlied Seht, wie die Sonne dort sinket verwendet wurde. Der Theologe und Pädagoge Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816-1890) schrieb den Text.

Carolin Eberhardt


1. Strophe

Süßer die Glocken nie klingen

Als zu der Weihnachtszeit:

S’ist als ob Engelein singten

Wieder von Frieden und Freud‘.

|: Wie sie gesungen in seliger Nacht :|

Glocken mit heiligem Klang,

klinget die Erde entlang.


2. Strophe

Oh, wenn die Glocken erklingen,

schnell sie das Christkindlein hört;

tut sich vom Himmel dann schwingen

eilig hernieder zur Erd‘.

|: Segnet den Vater, die Mutter, das Kind :|

Glocken mit heiligem Klang,

klinget die Erde entlang.


3. Strophe

Klinget mit lieblichem Schalle

Über die Meere noch weit,

dass sich erfreuen doch alle

seliger Weihnachtszeit.

|: Alle aufjauchzen mit herrlichem Sang:|

Glocken mit heiligem Klang,

klinget die Erde entlang.


*****

Vorschaubild: Weihnachtsglocke, Urheber: Andreasdziewior via Wikimedia Commons gemeinfrei.

Notensatz: Carolin Eberhardt.

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