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Florian Russi

St. Valentin und die Liebenden

Viele vermuten hinter dem Valentinstag eine Erfindung der Neuzeit, um das Geschäft der Floristen anzukurbeln. Nur die wenigsten wissen, wer sich hinter dem Namensgeber St. Valentin verbirgt.
Florian Russi geht in dieser Broschüre der Sage um den Tag der Liebenden auf den Grund. Er stößt auf die tragische Liebesgeschichte und einen Mönch mit grünem Daumen.

Maria durch ein Dornwald ging

Maria durch ein Dornwald ging

Das ursprüngliche Wallfahrtslied entstand vermutlich im frühen 19. Jahrhundert und wurde zunächst im thüringischen Eichsfeld und im Bistüm Paderborn mündlich überliefert. Zwar sind Erwähnungen des Liedes bis ins 16. Jahrhundert nachweisbar, doch die erste Veröffentlichung erfuhr das Stück 1850 in der von August von Haxthausen und Dietrich Bocholtz-Asseburg Liedersammlung Geistliche Volkslieder mit ihren ursprünglichen Weisen gesammelt aus mündlicher Tradition und seltenen alten Gesangbüchern. Mit dieser Publikation steigerte sich zunächst der Bekanntheitsgrad des Liedes innerhalb des Bürgertums. Die bedeutendste Verbreitung erfuhr das heutige Adventslied allerdings durch die Jugend- und Singbewegungen des frühen 20. Jahrhundert. Die überlieferte und heute häufig gesungene Version des Stückes umfasst drei Strophen, während der Erstdruck des 19.Jahrhunderts in siebenstrophiger Variante herausgegeben wurde.

Carolin Eberhardt


1. Strophe

Maria durch ein Dornwald ging,
Kyrie eleison.
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahrn kein Laub getragen.
Jesus und Maria.


2. Strophe

Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison.
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.


3. Strophe


Da haben die Dornen Rosen getragen,
Kyrie eleison.
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria.


*****

Vorschaubild: Marienstatue mit Christuskind, 2016, Urheber: MrsBrown via pixabay CC0 Creative Commons sowie

Originaldruck in Geistliche Volkslieder mit ihren ursprünglichen Weisen gesammelt aus mündlicher Tradition und seltenen alten Gesangbüchern, 1850, S. 164;

neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von: Carolin Eberhardt.

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