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Friedrich W. Kantzenbach
Wüsst ich Dinge leicht wie Luft

Dieses Gedichtsbändchen ist liebevoll gestaltet und mit Fotos versehen. Es wendet sich an Leser, die bereit sind, aufmerksam hinzuhören und sich einzulassen auf die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Schicksal.

Es ist für uns eine Zeit angekommen

Es ist für uns eine Zeit angekommen

In Anlehnung an ein Dreikönigslied aus dem Schweizer Kanton Aargau entstand das in Volksweise und Volksliedertradition überlieferte Weihnachtslied. Anlässlich der Heiligen Drei Könige am 6. Januar zogen die Sänger in der deutschsprachigen Schweiz jedes Jahr zum Dreikönigstag in königlicher Verkleidung in den Abendstunden durch die Ortschaften und sangen vor jedem Haus ein Ständchen. Im häufig genutzten Repertoire der Sänger befand sich unter anderem auch "Es ist für uns eine Zeit angekommen". Erstmals veröffentlicht wurde es 1906 in einem Liederbuch, nachdem es 1902 handschriftlich aufgezeichnet wurde. Traditionell trug das vorangehende Mitglied der Sängergemeinde einen Stab mit einem buntem Stern aus Papier, welcher durch eine Kerze beleuchtet wird. Weil das Lied seine Wurzeln in der Tradition des Sternensingens hat, wird es auch als Sterndreherlied bezeichnet.

Insbesondere in den katholischen Regionen Deutschlands lebt das Brauchtum der Sternensänger weiter fort. Aber auch außerhalb des Ritus erfreut es sich großer Beliebtheit und wird in der Vorweihnachtszeit und am heuiligen Abend in der Kirchengemeinde oder im Familienkreis gemeinsam gesungen.

Neben dem traditionell überlieferten Text eines Anonymus existiert eine weitere Variation des Textes, welcher in der heutigen Zeit bekannter ist. Dieser stammt von dem deutschen Komponisten Paul Hermann.

Carolin Eberhardt


1. Strophe

|: Es ist für uns eine Zeit angekommen,

es ist für uns eine große Gnad‘. :|

|: Unser Heiland Jesus Christ,

der für uns, der für uns,

der für uns Mensch geworden ist. :|


2. Strophe

|: In der Krippe muss er liegen,

und wenn’s der härteste Felsen wär‘. :|

|: Zwischen Ochs‘ und Eselein

Liegest du, liegest du,

liegest du, armes Jesulein. :|


3. Strophe

|: Drei König‘ kamen, ihn zu suchen,

der Stern führt sie nach Bethelehem. :|

|: Kron‘ und Zepter legten sie ab,

brachten ihm, brachten ihm,

brachten ihm ihre reiche Gab‘. :|

Noten Download



*****

Vorschaubild: Sternsinger in Bukarest, um 1840; Quelle: http://www.show.ro/bucuresti/ via Wikimedia Commons Gemeinfrei; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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