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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


Der Weihnachtstraum

Der Weihnachtstraum

Hoffmann von Fallersleben

Vielleicht hat der bekannte deutsche Dichter Hoffmann von Fallersleben diesen Traum als Kind sogar selbst geträumt. Unmöglich ist es nicht, vermitteln doch seine Kindergedichte stets eine Einfühlsamkeit und ein inniges Verständnis für die Kindheit. „Der Weihnachtstraum“, eigentlich „Der Traum“, beschreibt das Traumerlebnis eines schlafenden Kindes, welches den allerschönsten geschmückten Weihnachtsbaum vor sich stehen sieht. Natürlich findet der Träumer an diesem Baum alle Leckereien, die sein Herz begehrt. Doch plötzlich ist der Baum verschwunden, nur um das Kind kurz darauf zu motivieren, immer schön brav und artig zu sein. Als Dankeschön wird ihm das Christkind den schönen Baum an Heilig Abend bringen.

Interessant ist die Tradition, dass das Christkind zu früheren Zeiten den Weihnachtsbaum brachte. Fertig geschmückt und mit Süßigkeiten bestückt. In der heutigen Zeit ist es in den meisten deutschen Familien Brauchtum geworden, den Baum gemeinsam zu schmücken. In einigen zwar auch erst am Weihnachtsmorgen, in anderen aber bereits eher. Traditionen sind stets einem Wandel unterzogen und entwickeln sich weiter. Doch einige sollten wir uns aus Vorzeiten weiterhin bewahren.

Carolin Eberhardt.

Melodie anhören:

1. Strophe

Ich lag und schlief, da träumte mir

ein wunderschöner Traum;

es stand auf unserm Tisch vor mir

ein hoher Weihnachtsbaum.

 

2. Strophe

Nur bunte Lichter ohne Zahl,

die brannten rings umher;

die Zweige waren allzumal

von goldnen Äpfeln schwer.

 

3. Strophe

Und Zuckerpuppen hingen dran,

das war mal eine Pracht;

da gab's, was ich nur wünschen kann

und was mir Freude macht.

 

4. Strophe

Und als ich nach dem Baume sah

und ganz verwundert stand,

nach einem Apfel griff ich da,

und Alles, Alles schwand.

 

5. Strophe

Da wacht ich auf aus meinem Traum

und dunkel war's um mich.

Du lieber schöner Weihnachtsbaum,

sag' an, wo find ich dich!

 

6. Strophe

Da war es just, als rief er mir:

"Du darfst nur artig sein,

dann steh' ich wiederum vor dir,

jetzt aber schlaf nur ein!

 

7. Strophe

Und wenn du folgst und artig bist,

dann wird erfüllt dein Traum;

dann bringet dir der heil'ge Christ

den schönsten Weihnachtsbaum."

 

Zum Notendownload geht es hier

 

*****
Vorschaubild: Carolin Eberhardt, Dezember 2021.

Notensatz: Carolin Eberhardt, © Bertuch Verlag.

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