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Florian Russi
Die Irrfahrten des Herrn Müller II
Eine moderne Odyssee

Daniel Müller ist ein aufstrebender junger Möbelkaufmann. Er hat eine Freundin, doch auch eine Kundin seiner Firma versucht ihn zu gewinnen. Als Daniel sie ermordet auffindet, spricht alles dafür, dass er der Mörder ist. Er gerät in Panik und flieht, fährt zum Flughafen und bucht den nächsten Flug ins Ausland. Im Flugzeug entdeckt ihn eine nymphomanisch veranlagte Prinzessin: Sie versteckt ihn in ihrem Schloss. Während Zielfahnder der Polizei ihm auf den Fersen sind, erlebt Daniel immer neue Abenteuer und Überraschungen …


In einem Polenstädtchen

In einem Polenstädtchen

Der Verfasser des Volksliedes ist unbekannt, vermutet wird eine traditionelle Überlieferung. Erstmalig erschien „In einem Polenstädtchen“ im „Liederbuch des jungdeutschen Ordens“ (1921). Doch geht das einst bei Soldaten sehr beliebte Lied auf ein älteres Volkslied aus dem 19. Jahrhundert zurück. „Im Dörfchen wo ich leb“, auch unter „Ich küsse nicht“ bekannt geworden, erschien bereits 1846 in „Deutscher Liederkranz“.

Neben den hier angeführten Strophen haben sich weitere Variationen überliefert. So heißt es in der „Weltkriegs-Liedersammlung“ von 1926 nicht „Polenstädtchen“, sondern „Schlesienstädtchen“. Unüblich war es im Krieg nicht, dass sich Soldaten mit den einheimischen Mädchen einließen, umgedreht im Übrigen genauso. Denn mit Krieg verbunden ist stets auch Armut, Leid und Hunger der Zivilbevölkerung. Die Soldaten hingegen konnten oft einige Güter anbieten, ob Nahrungsmittel, Alkohol oder Zigaretten, die das Überleben der Familien sicherten, ob durch den Verzehr oder durch den Handel mit den Waren.

Carolin Eberhardt

Melodie anhören:

  1. Strophe

In einem Polenstädtchen,

da lebte einst ein Mädchen,

das war so schön.

Sie war das allerschönste Kind,

das man in Polen find't.

„Aber nein, aber nein“, sprach sie,

„ich küsse nie“

 

  1. Strophe

Wir spielten einst noch Mühle

ich gewann in diesem Spiele

und sprach zu ihr:

Lös deines Spieles, Spieles Schuld

durch eines Kusses Huld.

„Aber nein, aber nein“, sprach sie,

„ich küsse nie“

 

  1. Strophe

Ich führte sie zum Tanze,

da fiel aus ihrem Kranze

ein Röslein rot.

Ich hob es auf von ihrem Fuß

und bat um einen Kuß.

„Aber nein, aber nein“, sprach sie,

„ich küsse nie“

 

  1. Strophe

Und als der Tanz zu Ende,

wir reichten uns die Hände

zum letzten Mal;

sie lag, sie lag in meinem Arm,

mir schlug das Herz so warm.

„Aber nein, aber nein“, sprach sie,

„ich küsse nie“

 

  1. Strophe

Doch in der Abschiedsstunde

da kam aus ihrem Munde

das eine Wort:

„So nimm, du Dussel, Dusseltier

den ersten Kuß von mir,

vergiss Maruschka nicht,

das Polenkind!“

Hier geht es zum Notendownload

 

*****

Vorschaubild: Kurpie-folklore-woman, 1902, Urheber: Samuel Orgelbrand via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Notensatz: Carolin Eberhardt.

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