Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Ich weiß nicht was soll es bedeuten (Die Lorelei)

Ich weiß nicht was soll es bedeuten (Die Lorelei)

Heinrich Heine

In seinem Gedicht „Die Lore-Ley“ oder auch „Lied von der Loreley“ gibt Heinrich Heine die sagenumwobene Geschichte der schönen Nixe „Lorelei“ wieder, die durch ihre bloße Anwesenheit Schifferboote in die Irre geleitet haben soll.

Die Bezeichnung Loreley bezieht sich auf einen Schieferfelsen im heutigen UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal bei Sankt Goarshausen in Rheinland-Pfalz. Der Inhalt des Gedichtes, welches 1823 veröffentlicht wurde, erfuhr seine Inspiration durch Clemens Bretanos Kunstmärchen „Lore Lay“ (1801). Diese kunstvolle Ballade wird als Ursprung für die Sage benannt. Die heute weithin verbreitete Vertonung wurde 1838 durch den Komponisten Friedrich Silcher ergänzt.

Carolin Eberhardt

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten
daß ich so traurig bin
Ein Märchen aus uralten Zeiten
das kommt mir nicht aus dem Sinn
Die Luft ist kühl und es dunkelt
und ruhig fließt der Rhein
Der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr gold’nes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar,
Sie kämmt es mit goldenem Kamme,
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewalt’ge Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe,
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh’.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn,
Und das hat mit ihrem Singen,
Die Lorelei getan.

*****

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt


Bildquelle: Emil Krupa-Krupinski (1872–1924), Die Lorelei, gemeinfrei

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Hobellied
von Ferdinand Raimund
MEHR
Am Brunnen vor dem Tore
von Wilhelm Müller
MEHR
Mit dem Pfeil, dem Bogen
von Friedrich Schiller
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen