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Sommerschnee

Berndt Seite

Hardcover, 124 S., 2020 erscheint demnächst; Bereits vorbestellbar

ISBN: 978-3-86397-134-2
Preis: 15,00 €

Sommerschnee – das sind die luftig-bauschigen Samenfasern der Pappelfrüchte, die sich im Sommer öffnen und die Welt mit ihrem weißen Flaum überziehen: Schnee in der wärmsten Jahreszeit. Mal melancholisch, mal mandelbitter, aber stets in größter Genauigkeit geht Berndt Seite auch in seinem neuen Lyrikband den Erscheinungsformen der Natur nach und lotet in ihnen die Bedingungen des Lebens aus.

Suse, liebe Suse

Suse, liebe Suse

Das bekannte Kinderlied hat einen altdeutschen Ursprung. Bereits im 14. Jahrhundert war die Melodie als Wiegenlied bekannt. Erstmalig aufgezeichnet wurde der Text 1808 von Clemens Bretano, im selben Jahr erfolgte die erste Publikation in Des Knaben Wunderhorn. Der Urheber von Text und Melodie ist unbekannt. In den 1890er Jahren verwendete der Komponist Engelbert Humperdinck die erste und dritte Strophe für seine spätromantische Oper Hänsel und Gretel. Das auch als Eia Popeia verbreitete Lied existiert des Weiteren in brandenburgischer Mundart.

Carolin Eberhardt

1. Strophe

Suse, liebe Suse, was rasselt im Stroh?
Die Gänse gehen barfuß,
Und haben kein' Schuh!
Der Schuster hat's Leder,
Kein Leisten dazu,
Drum kann er den Gänslein
Auch machen kein Schuh.


2. Strophe

Suse, liebe Suse, schlag‘s Kikelchen tot,
Legt mir keine Eier,
Und frisst mir mein Brot,
Rupfen wir ihm dann
Die Federchen aus,
Machen dem Kindlein
Ein Bettlein daraus.


3. Strophe

Eia popeia, das ist eine Not,
Wer schenkt mir ein Heller,
Zu Zucker und Brot?
Verkauf ich mein Bettlein,
Und leg mich aufs Stroh,
Sticht mich keine Feder,
Und beißt mich kein Floh.



*****

Vorschaubild: Bauernhofmotiv: Mädchen mit Gans, 2017, Urheber: OpenClipart-Vectors via Pixabay; gemeinfrei.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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