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Die Erzählungen sind das Kaleidoskop eines Lebens: von der erinnerten Kindheit, die immer märchenhafte Züge trägt, über die verspielten Dinge der Jugend bis hin zu den harten Auseinandersetzungen im Erwachsenen-Dasein. Das Verschwinden von Glauben und Vertrauen, das Verzweifeln an der Welt, diese metaphorische Obdachlosigkeit (Safranski), sind Teil davon.

Fuchs, du hast die Gans gestohlen

Fuchs, du hast die Gans gestohlen

Ernst Anschütz

Dieses deutschsprachige Kinderlied hat bis heute seinen Charme nicht verloren. Der Fuchs steht als Bösewicht im Mittelpunkt. Er hat die Gans gestohlen und nun droht ihm die Flinte des Jägers.1824 verfasste und publizierte Ernst Anschütz (1790-1861) den heute bekannten Text unter dem Titel Warnung. Die dazugehörige Melodie basiert auf einem älteren in Volksweise überlieferten Stück namens Wer die Gans gestohlen hat. Der Komponist ist unbekannt.

Carolin Eberhardt

1. Strophe

Fuchs, du hast die Gans gestohlen,
|: gib sie wieder her! :|
|:sonst wird dich der Jäger holen
mit dem Schießgewehr.
:|


2. Strophe

Seine große, lange Flinte
|: schießt auf dich den Schrot, :|
|:daß dich färbt die rote Tinte,
und dann bist du tot.
:|


3. Strophe

Liebes Füchslein, laß dir raten,
|: sei doch nur kein Dieb, :|
|: nimm, du brauchst nicht Gänsebraten,
mit der Maus vorlieb.
:|


*****


Vorschaubild: Brushtail the Fox Project Gutenberg, 2006, Urheber: Milo Winter via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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