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Quatsch Didel Datsch

Kinderreime

von Norbert Neugebauer (Autor), Werner Kiepfer (Autor), Petra Lefin (Illustrator)

Kinder wollen unterhalten sein. Sie lieben Geschichten und Spaß, Rhythmus und Reim.
Das Spiel mit den Worten, die einen ähnlichen Klang aufweisen, fasziniert sie. Der Gleichklang und Rhythmus von Versen lassen sie die (Mutter-)Sprache spielerisch erfassen. Dadurch lassen sie sich schnell auswendig lernen, immer wieder nachsprechen und fördern so das Sprachvermögen. - Mit den liebevollen Zeichnungen von Petra Lefin bietet das Heft Unterhaltung für die ganze Familie.

Feldeinwärts flog ein Vögelein

Feldeinwärts flog ein Vögelein

Ludwig Tieck

Nicht nur bunte Blätter, die nach und nach durch den kühlen Wind von den Bäumen gepflückt werden und die Erde bald wie ein Flickenteppich bedecken sind ein Sinnbild für den Herbst. Auch die Zugvögel verdeutlichen den baldigen Abschied von den lauen Sommernächten. Wildgänse kreisen lautstark über mancher Stadt, in Formation, organisiert und zielgerichtet. Das Vöglein in diesem Herbstlied aber kehrt nochmals zurück, da es die Trauer des Menschen bemerkt hat. Zum Trost zwitschert es ein letztes zartes Lied, der Zuhörer erkennt darin den Satz: „Die Liebe wintert nicht, nein, nein! Ist und bleibt Frühlingsschein! Ja, ja Frühlingsschein!“

Carolin Eberhardt           

1. Strophe

Feldeinwärts flog ein Vögelein

und sang im muntern Sonnenschein

mit süßem wunderbaren Ton:

„Ade! Ich fliege nun davon,

|: weit, weit :| weit, weit reis'

ich noch heut', |: weit, weit :|“

 

2. Strophe

Ich horchte auf den Feldgesang,

mir ward so wohl und doch so bang.

Mit frohem Schmerz, mit trüber Lust

stieg wechselnd bald und sank die Brust

|: Herz, Herz, Herz :| brichst du vor Wonn'

und Schmerz? |: Herz, Herz :|

 

3. Strophe

Doch als ich Blätter fallen sah,

da sagt' ich: „Ach! Der Herbst ist da,

der Sommergast, die Schwalbe, zieht,

vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht

|: weit, weit :| weit, weit,

rascht mit der Zeit, |: weit, weit :|“

 

4. Strophe

Doch rückwärts kam der Sonnenschein,

dicht zu mir drauf das Vögelein,

es sah mein tränend Angesicht

und sang: „Die Liebe wintert nicht,

|: Nein, nein! :| ist und bleibt

Frühlingsschein! Ja, ja Frühlingsschein!“

Notendownload: hier

 

*****

Vorschaubild: Petra Lefin, 2021.

Notensatz von Carolin Eberhardt.

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