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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Nun ade, du mein lieb Heimatland

Nun ade, du mein lieb Heimatland

August Disselhoff

Beliebtes Reise- und Wanderlied

„Nun Ade du mein lieb Heimatland" haben wir in der Volksschule gesungen, wenn wir im Bus auf Klassenfahrt waren und schon am selben Abend wieder nach Hause zurückkehren sollten. Viel gesungen wurde das Lied aber auch von Auswanderern, die Deutschland verließen, um irgendwo in der Welt ein neues Leben zu beginnen. Geschrieben hat es im Jahr 1848 der damals 19-jährige Westfale August Disselhoff (1829 - 1903).

Als Melodie hat er ein aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammendes westfälisches Soldatenlied zu Grunde gelegt. Anlass war für Disselhoff, dass er nach dem Abitur seine Heimatstadt Arnsberg im Sauerland verlassen musste, um in Halle ein Studium der Evangelischen Theologie zu beginnen. Der fremde Strand, von dem im Lied gesungen wird, war demnach der des Flusses Saale, an dem die Stadt Halle gelegen ist. Es heißt, der Autor habe den Text unter einem Baum vor der Ruine des Arnsberger Schlosses geschrieben. Das passt in den romantischen Rahmen, den das Lied bis heute für viele sangesfreudige Reisende und Wanderer umgibt.

Florian Russi

 

Nun ade, du mein lieb' Heimatland,
Lieb' Heimatland, ade!
Es geht jetzt fort zum fernen Strand,
Lieb' Heimatland, ade!
|: Und so sing ich denn mit frohem Mut,
Wie man singet wenn man wandern tut,
Lieb' Heimatland, ade! :|

Wie du lachst mit deines Himmels Blau,
Lieb' Heimatland, ade!
Wie du grüßest mich mit Feld und Au,
Lieb' Heimatland, ade!
|: Gott weiß, zu dir steht stets mein Sinn,
Doch jetzt zieht mich's zur Ferne hin,
Lieb' Heimatland, ade;! :|

Begleitest mich, du lieber Fluss,
Lieb Heimatland, ade!
Bist traurig, daß ich wandern muss,
Lieb' Heimatland, ade!
|: Vom moos'gen Stein am wald'gen Tal,
Da grüß ich dich zum letzten Mal,
Lieb' Heimatland, ade! :|

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