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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Hab mein Wage voll gelade

Hab mein Wage voll gelade

Ik heb een wagen vol geladen

Wer kennt sie nicht? Diese Tage, an denen man sich plötzlich nach der Arbeit in einem gefüllten Bus oder Zug wiederfindet und die ganze Fahrt darüber nachgrübelt, wie schön es wäre, wenn ein paar unliebsame Fahrgäste an der nächsten Station aussteigen würden. Auch in den 3 Strophen des Liedes Hab mein Wage voll gelade scheint der Kutscher zu dem Schluss zu kommen, dass er seinen Wagen nicht länger mit keifenden Gästen beladen möchte, stattdessen entscheidet er sich für die fröhlichen, jungen Mädchen.

Melodie und Text des Liedes stammen aus dem Flämischen und wurden erstmals 1843 mit dem Titel Ik heb een wagen vol geladen in Gent veröffentlicht. Eine Übersetzung ins Deutsche erfolgte 1893 von Christiane Rassow. Die heutige Fassung findet sich seit 1909 in dem Zupfgeigenhansl, einem Liederbuch des Wandervogels und der Jugendbewegung.

Bianca Geurden

 

Hab mein Wage voll gelade

1. Strophe
Hab mein Wage voll gelade,
voll mit alten Weibsen.
Als wir in die Stadt neinkamen,
hubn sie an zu keifen.
Drum lad ich all mein Lebetage
nie alte Weibsen auf mein Wage.
Hü, Schimmel hüaho,
hü, Schimmel hü !

2. Strophe
Hab mein Wage voll gelade,
voll mit Männern, alten.
Als wir in die Stadt neinkamen,
murrten sie und schalten.
Drum lad ich all mein Lebetage
nie alte Männer auf mein Wage.
Hü, Schimmel hüaho,
hü, Schimmel hü !

3. Strophe
Hab mein Wage voll gelade,
voll mit jungen Mädchen.
Als wir zu dem Tor neinkamen,
sangen sie durchs Städtchen.
Drum lad ich all mein Lebetage
nur junge Mädchen auf mein Wage.
Hü, Schimmel hüaho,
hü, Schimmel hü !

Worte: "Zupfgeigenhansl"
Weise: Niederländische Worte: "Zupfgeigenhansl"
Weise: Niederländisches Volkslied

Noten gesetzt von Oliver Räumelt - freischaffender Musiker aus Weimar

Vorschaubild, Mi-Caréme, 1907, Frauen in Kutsche, gemeinfrei 

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