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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Sometimes I feel like a motherless child

Sometimes I feel like a motherless child

“Manchmal fühle ich mich, wie ein mutterloses Kind”. Diese Aussage drückt eine tiefgründige Verzweiflung aus. Nicht nur Einsamkeit und das Gefühl, verlassen worden zu sein, sondern auch das Empfinden einer grundlegenden Ausweglosigkeit waren wohl oft die alltäglichen Gefühlslagen der amerikanischen Sklaven des 19. Jahrhunderts. Zumindest der Wortlaut „manchmal“ deutet auf einen letzten bestehenden Hoffnungsschimmer hin. Das Stück zählt zu den traditionellen Spirituals. Die erste Veröffentlichung geht auf die "Fisk Jubilee Singers" in den 1870er Jahren zurück. Im Rahmen der Bürgerrechtsbewegung von 1954-1968 erlangte der Song eine große Popularität und wurde im Laufe der Jahre von verschiedenen Künstlern interpretiert.

Carolin Eberhardt

1. Strophe

|: Sometimes I feel like a motherless child, :|

A long way from home, a long way from home.


2. Strophe

|: Sometimes I feel like I’m almost gone, :|

Way up in the heavenly land, way up in the heavenly land.


3. Strophe

|: Sometimes I feel like a feather in the air, :|

I spread my wings and fly, I spread my wings and fly.

1. Strophe

Manchmal fühle ich mich wie ein mutterloses Kind

Weit entfernt von Zuhause.


2. Strophe

Manchmal fühle ich mich, als wäre ich schon gegangen,

Den Weg hinauf in das himmlische Land.


3. Strophe

Manchmal fühle ich mich wie eine Feder im Wind,

Ich breite meine Flügel aus und fliege.


*****

Bildquellen:

Vorschaubild: Göttliches Licht am Himmel, 2014, Urheber: Glegle via Pixabay CCO.

Betende Hände, 2012, Urheber: Clker-Free-Vector-Images via Pixabay CCO.

Notensatz und Übersetzung: Carolin Eberhardt.

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