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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Im Märzen der Bauer

Im Märzen der Bauer

Das populäre und einschlägige Kinder- und Volkslied wurde erstmalig 1905 unter dem Titel Bauernlied veröffentlicht. Inhaltlich wird die Tätigkeit der fleißigen Bauern in einer sehr idealisierten Form dargestellt. Das ursprünglich aus Mähren stammende Stück hat seinen Ursprung in einem älteren Kalenderlied, welches durch den Sternberger Männergesang für einen Wettbewerb im Jahr 1884 überarbeitet und erweitert wurde. Bereits in Nordmähren war es zuvor unter der Landbevölkerung bekannt und wurde häufig gesungen.

Carolin Eberhardt

Melodie anhören

:


1.Strophe

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt.
Er setzt seine Felder und Wiesen in Stand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und rührt seine Hände früh morgens und spät.

2. Strophe

Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn,
sie haben im Haus und im Garten zu tun;
sie graben und rechen und singen ein Lied
und freu‘n sich, wenn alles schön grünet und blüht.

3. Strophe

So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
dann erntet der Bauer das duftende Heu;
er mäht das Getreide, dann drischt er es aus:
im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus


*****

Vorschaubild: Mit Rössern pflügender Bauer. Gemälde, 1908, Urheber: Friedrich Eckenfelder via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Noten gesetzt von: Carolin Eberhardt.

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