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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Der Mai, der Mai, der lustige Mai

Der Mai, der Mai, der lustige Mai

Etwas eigentümlich im Text ist dieses Liedchen schon. Aber das ist auf die doch vom Hochdeutschen abweichende regionale Sprache des einstigen zum deutschsprachigen Raum gehörigen Siebengebirges zurückzuführen. Dorther stammt Der Mai, der Mai, der lustige Mai laut Musikwissenschaften. Da die Melodie einer Volksweise der Region entstammt und der Text ebenso in dieser Gegend traditionell überliefert wurde, sind der Autor sowie der Komponist unbekannt. Die fröhliche Melodie stimmt in die grünende und blühende Welt des Wonnemonats ein. Wer freut sich denn zum Beispiel nicht auf die jährlich wiederkehrende Blüte des Flieders?

Carolin Eberhardt


1. Strophe

Der Mai, der Mai, der lustige Mai,

der kommt herangerauschet.

Ich ging in den Busch

und brach mir einen Mai,

der Mai und der war grüne.

Tralalala, lalalalala,

der Mai und der war grüne.


2. Strophe

Der Mai, der Mai, der lustige Mai

erfreuet jedes Herze.

Ich spirng in dem Reih'n

und freue mich dabei

und sing und spring und scherze.

Tralalala, lalalalala,

der Mai und der war grüne.


*****

Vorschaubild:

Fliederzweig am Wasser, 2017, Urheber: 8926 via Pixabay CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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