Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Rosestock, Holderblüth'

Rosestock, Holderblüth'

Das traditionell in Volksweise überlieferte Liebeslied aus dem Schwaben des 18. Jahrhunderts wurde durch den deutschen Komponisten und Musikpädagogen Friedrich Silcher erstmalig 1842 in einer Variation für den vierstimmigen Männerchor veröffentlicht. In gedruckter Form erfreute sich das Volkslied bald einer raschen Verbreitung und somit einer Zunahme des Bekanntheitsgrades. Dabei variiert der Titel in der heutigen Überlieferung. Geläufig sind auch die Bezeichnungen „Rosestock, Holderblüt“ oder „Rosenstock, Holderblüt“. In einigen Variationen wurden nur die ersten vier Strophen gedruckt. Eine breite Rezeption genoss das Oberschwäbische Tanzlied insbesondere ab Mitte des 19.Jahrhunderts durch Publikationen in verschiedenen Volksliedersammlungen, aber auch durch seine Aufnahme in die studentischen Kommersbücher.

Carolin Eberhardt

1. Rosestock, Holderblüth',

wenn i mein Dienderl sieh,

lacht mer vor lauter Freud'

's Herzerl im Leib.

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.


2. G'sichterl wie Milch und Blut,

's Dienderl ist gar so gut,

um und um dockerlnett,

wenn i's no hätt'!

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.


3. Armerl, so kugelrund,

Lippe, so frisch und g'sund,

Füßerl so hurtig g'schwind,

's tanzt wie der Wind.

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.


4. Wenn i ins dunkelblau,

funkelnd hell Augerl schau,

mein' i, i seh in mei

Himmelreich 'nei.

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.


5. So kann's i nimmer tragen,

i muß dem Pfarrer sagen,

so halt i's nimmer aus,

i führ mir's z'Haus.

Lalala, Lalala, Lalala, lalalalala,

lalala, lalala, lalalala.

*****

Bildquelle:

Vorschaubild: zusammengefügt und neu bearbeitet von Carolin Eberhardt; Quellen: Hintergrund Desgin Rose, 2015, Urheber: itsjanw via pixabay: Dame mit Rosen, Kalligraphie, 2015: Urheber: ArtsyBee via pixabay CC0 Creative Commons.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Frühlingsglaube
von Ludwig Uhland
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen