Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

O wie ängstlich, o wie feurig

O wie ängstlich, o wie feurig

Wolfgang Amadeus Mozart

Die Arie des Belmonte stammt aus der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Freudig erwartet der junge spanische Edelmann die Rückkehr seiner Verlobten Konstanze, die durch einen Seeräuberüberfall von Belmonte getrennt und gemeinsam mit ihrer Zofe Blonde und Belmontes Diener Pedrillo auf einen Sklavenmarkt verschleppt wurde. Bassa Selim, ein Spanier mit vormals christlichen Glauben, welcher zum Islam konvertiert ist, kauft Konstanze, Blonde und Pedrillo und ermöglicht ihnen in seinem am Meer gelegenen Palast ein erträgliches Leben. Durch einen Brief seines Dieners Pedrillo erfährt Belmonte den Aufenthaltsort seiner Verlobten und segelt zu dem Standort, um Konstanze zu retten. Das Libretto der Oper wurde von Johann Gottlieb Stephanie verfasst, die Uraufführung der Oper fand 16. Juli 1782 im Burgtheater in Wien unter der Leitung Mozarts selbst statt. Es liegt ein Auszug aus der Arie vor.

Carolin Eberhardt

Konstanze! Dich wieder zu sehen! Dich!
O wie ängstlich, o wie feurig
Klopft mein liebevolles Herz!
Und des Wiedersehens Zähre
Lohnt der Trennung bangen Schmerz.
Schon zittr' ich und wanke,
Schon zag' ich und schwanke,
Es hebt sich die schwellende Brust:
Ist das ihr Lispeln?
Es wird mir so bange;
War das ihr Seufzen?
Es glüht mir die Wange;
Täuscht mich die Liebe, war es ein Traum?

Hier geht es zum Notendownload

 

*****

Bildquellen:

Vorschaubild: Mozart 1789 im Theater in Berlin bei einer Aufführung von Die Entführung aus dem Serail, Urheber unbekannt via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Theaterzettel der Uraufführung des Singspiels "Die Entführung aus dem Serail'" von Mozart, das Kaiser Joseph II. in Auftrag gegeben hatte (Burgtheater Wien, 16. Juli 1782) via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Notensatz: Carolin Eberhardt.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Der Vogelfänger bin ich ja
von Emanuel Schikaneder
MEHR
Es steht ein Soldat am Wolgastrand
von Heinz Reichert, Bela Jenbach
MEHR
Ombra mai fu
von Nicolò Minato
MEHR
Sempre libera
von Francesco Maria Piave
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen