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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Wer hat die schönsten Schäfchen

Wer hat die schönsten Schäfchen

Hoffmann von Fallersleben

Das beruhigende und fantasievolle Abendlied erfreut schon nahezu zwei Jahrhunderte Groß und Klein in den Abendstunden. Die Geschichte des Mondes als Hirten und den Sternlein als Schäfchen lädt zum Träumen ein.

Der bekannte und beliebte deutsche Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) schuf diese einprägsame und populäre Traumreise 1830 als Wiegenlied. Die heute populäre Melodie wurde von Johann Friedrich Reichardt (1752-1814) komponiert.

Carolin Eberhardt



1.Strophe

Wer hat die schönsten Schäfchen,

das ist der liebe Mond,

der hinter uns’ren Bäumen

am Himmel oben wohnt.


2.Strophe

Er kommt am späten Abend,

wenn alles schlafen will,

hervor aus seinem Hause

am Himmel leis' und still.

3.Strophe

Dann weidet er die Schäfchen

auf seiner blauen Flur;

denn all die weißen Sterne

sind seine Schäfchen nur.


4.Strophe

Sie tun sich nichts zuleide,

hat ein das andre gern,

und Schwestern sind und Brüder

da droben Stern an Stern.


5.Strophe

Und soll ich dir eins bringen,

so darfst du niemals schrei'n,

musst freundlich wie die Schäfchen

und wie ihr Schäfer sein.


*****

Vorschaubild: Schaf mit Lamm, Urheber: Jacopo Bassano via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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