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Friedrich W. Kantzenbach
Wüsst ich Dinge leicht wie Luft

Dieses Gedichtsbändchen ist liebevoll gestaltet und mit Fotos versehen. Es wendet sich an Leser, die bereit sind, aufmerksam hinzuhören und sich einzulassen auf die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Schicksal.

Sehnen

Sehnen

Heinrich Heine

Ein Fichtenbaum, der sich in der Einsamkeit des Winters warme Gedanken macht. Heine lässt den Baum als fühlende Person auftreten. Trotz der dicken Eisschichten und der fehlenden Gesellschaft, fasst die Fichte neuen Mut, um die Zeit des harten Winters wohlbehalten zu überstehen. Denn die Palme in wärmeren Gefilden ist ebenso einsam wie die Fichte und leidet unter der sengenden Hitze der Sonne. Das Fazit: Geteiltes Leid ist halbes Leid oder: Schlimmer geht es immer.

Carolin Eberhardt

Sehnen: Schneeflocken


Ein Fichtenbaum steht einsam

Im Norden auf kahler Höh‘.

Ihn schläfert; mit weißer Decke

Umhüllen ihn Eis und Schnee.


Er träumt von einer Palme,

Die, fern im Morgenland,

Einsam und schweigend trauert

Auf brennender Felsenwand.


*****
Bildquellen:

Vorschaubild: Schneebedeckte Fichte, 2016, Urheber: uroburos via Pixabay CCO.

Eiskristalle, 2017, Urheber: geralt via Pixabay CCO.

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