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Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Eisnacht

Eisnacht

Clara Müller-Jahnke

Dieses kurze Wintergedicht lässt die Fantasie des Lesers eigene Geschichten schreiben. Mit vielen bildhaften Formulierungen schafft es die Dichterin, Clara Müller-Jahnke, vor dem inneren Auge eine märchenhafte und friedliche Welt entstehen zu lassen. Die Erde wird von ihr liebevoll als „Königskind“ umschrieben, welches „in lauter Schnee (…) schläft“. Der Märchencharakter entsteht nicht nur durch diese Formulierung, die ein wenig an Dornröschen erinnert, sondern auch durch den „blauen Mondscheinzauber“, welcher sich über den See spinnt und wortwörtlich eine zauberhafte Atmosphäre entstehen lässt.

Nicht nur die erste Strophe beinhaltet Personifikationen, in der zweiten „atmen“ die Büsche und Bäume, die Nacht schweigt „erschauernd“. Im letzten Vers tritt der glitzernde Traum schreitend auf der Bildfläche auf, was durchaus einer Einladung zum eigenen Träumen gleichkommt.

Carolin Eberhardt

Wie in Seide ein Königskind

schläft die Erde in lauter Schnee,

blauer Mondscheinzauber spinnt

schimmernd über der See.

 

Aus den Wassern der Raureif steigt,

Büsche und Bäume atmen kaum:

durch die Nacht, die erschauernd schweigt,

schreitet ein glitzernder Traum.

 

*****

Vorschaubild: photos/fantasie-märchen-winter-komponieren-4825824/, Urheber: Susana Cipriano auf Pixabay.

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