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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Die heiligen drei Könige

Die heiligen drei Könige

August Wilhelm Schlegel

Die Ankunft der heiligen drei Könige an der Geburtsstätte Jesus wurde vielfach in der Literatur verarbeitet. Der deutsche Literaturhistoriker und –kritiker August Wilhelm von Schlegel griff die Thematik in dem vorliegenden Sonett ebenfalls auf. Beschrieben wird die Wanderschaft der Könige mit dem Ziel, die wahre Weisheit zu finden. Geleitet von dem Stern ziehen sie nach Bethlehem und finden dort in einer Futterkrippe den Sohn Gottes vor, welchem sie sogleich ihre Ehre erweisen.

Carolin Eberhardt

Aus fernen Landen kommen wir gezogen;

Nach Weisheit strebten wir seit langen Jahren,

Doch wandern wir in unsern Silberhaaren.

Ein schöner Stern ist vor uns hergeflogen.


Nun steht er winkend still am Himmelsbogen:

Den Fürsten Juda’s muss dies Haus bewahren.

Was hast du, kleines Bethlehem, erfahren?

Dir ist der Herr vor allen hochgewogen.


Holdselig Kind, lass auf den Knie’n dich grüßen!

Womit die Sonne unsre Heimat segnet,

Das bringen wir, obschon geringe Gaben.


Gold, Weihrauch, Myrrhen, liegen dir zu Füßen;

Die Weisheit ist uns sichtbarlich begegnet.

Willst du uns nur mit einem Blicke laben.

*****

Vorschaubild: Adoración de los Reyes Magos (Die Anbetung der Könige), 1568, Urheber: El Greco via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

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