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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Am St. Nikolausabend

Am St. Nikolausabend

Franz Joseph Egenter

Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Gedicht des deutschen Dichters und Schriftstellers Franz Josef Egenter, welcher auch unter dem Pseudonym Benedikt Dalei veröffentlichte, zeigt den Sankt Nikolaus, wie nach altem Brauchtum üblich, als strengen, aber gleichzeitig gütigen Zeitgenossen. Die unartigen Kinder bestraft er mit der Rute, die lieben und braven Kinder erhalten von ihm so mancherlei Köstlichkeiten. In der heutigen Zeit hat der Nikolaus eher einen harmlosen und wenig bedrohenden Charakter angenommen. Zwar werden die Kinder dazu angehalten, ihre Stiefel am Vorabend des 6. Dezember zu putzen, aber Prügel müssen sie wohl heute nicht mehr erwarten, wenn sie nicht artig waren. Anders als zum Beispiel in Österreich oder auch in Bayern, wo heute noch der Nikolaus von seinem bösartigen, schaurig dreinblickenden satanischen Krampus begleitet wird, der den Kindern in diesen Regionen jährlich noch einen großen Schrecken einjagt.

Carolin Eberhardt

Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,

Er ziehet heut vom Himmel aus,

Er sitzt auf einem weißen Ross,

Das weiße Ross ist riegengroß!


Aus Wolken reitet er herab,

Bald im Galopp und bald im Trab,

An seiner Seite hängt ein Sack,

Das Ross trägt vorn und hinten Pack.


In Sack und Pack ist Hüll‘ und Füll‘,

Was man nur wünscht und haben will,

Ein Wohlgeruch erfüllt die Luft,

Und Alles schwimmt in Glanz und Duft.

Im hintern Packe, merk‘ es, Kind!

Die braunen spitzen Ruten sind,

Zur Straf‘ dem kleinen Bösewicht,

Der nicht gehorcht, und Lügen spricht.


Er reitet still im Dorf herum,

Und sieht sich nach den Kindern um,

Und sind sie brave Kinderlein,

So legt er ihnen Schönes ein.


Sankt Nikolaus! Sankt Nikolaus!

Ich will gewiss nicht böse sein,

Komm auch zu meinem Fensterlein,

Und packe deine Schätze aus!



*****

Bildquelle:

Vorschaubild: Traditional celebrations of Saint Nicholas Day in Bohemia, 1885, Urheber: Mikoláš Aleš via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Besuch von Nikolaus und Krampus. Darstellung von 1896, Urheber: unbekannt via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Geschenkbeutel, 2017, Urheber: maciej326 via Pixabay CCO.


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Bildquelle:

Vorschaubild: Traditional celebrations of Saint Nicholas Day in Bohemia, 1885, Urheber: Mikoláš Aleš via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Besuch von Nikolaus und Krampus. Darstellung von 1896, Urheber: unbekannt via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

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