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Johannes E. R. Berthold
Die Bunte-Kinder

wahrhaftige Geschichten aus einer wundervolle Kindheit auf dem Land

Sommerlied

Sommerlied

Emanuel Geibel

Die Natur erstrahlt im Sommer in einem verführerischen Glanz. Die Blumen blühen, der Betrachter erlangt den Eindruck als handele es sich hierbei um einen „Hauch vom Paradies“. Von früh bis spät wird der Mensch mit positiven Sinneseindrücken erfüllt. Doch der bekannte deutsche Dichter Emanuel Geibel sieht in seinem Gedicht nicht nur die offensichtliche Oberflächlichkeit der schönsten Jahreszeit. Er legt tiefgründig dar, dass der junge Mensch den „Glanz und (die) Freud“ des Sommers genießen solle, so lange es ihm vergönnt sein möge. Ist der Mensch aber alt und gebrechlich, gezeichnet durch ein Leben voll Leid und Pein, so kann dieser in der sommerlichen Sonne die vergangenen und gegenwärtigen Sorgen vergessen und in die müden Glieder fährt, zumindest kurzzeitig, erneut die „Jugendsonne“.

Carolin Eberhardt

O Sommerfrühe blau und hold!
Es trieft der Wald von Sonnengold,
In Blumen steht die Wiese;
Die Rosen blühen rot und weiß 
Und durch die Felder wandelt leis'
Ein Hauch vom Paradiese.
Die ganze Welt ist Glanz und Freud,
Und bist du jung, so liebe heut 
Und Rosen brich mit Wonnen!
Und wardst du alt, vergiß der Pein 
Und lerne dich am Wiederschein 
Des Glücks der Jugendsonnen.

 

*****

Vorschaubild: Wilde Rosen, 1890, Urheber: Vincent van Gogh via Wikimedia Commons  public domain.

 

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