Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Löwenstark: Mein 3. Geburtstag

Der Löwenjunge Theo führt das kleine Geburtstagskind durch eine bunte Welt voll lustiger Abenteuer, Geschichten, Lieder und Bilder.

Sommer

Sommer

Johann Wolfgang von Goethe

Der deutsche Dichterfürst Goethe beschreibt in seinem Gedicht die üblichen Wetterphänomene des Sommers. Nach einer großen Hitze folgt oft auch ein richtiges sommerliches Unwetter, bei dessen Treiben die Blitze am Himmel kreuzen und grölende Donner rollen. Doch meint der Dichter damit vielleicht nicht nur den Sommer, sondern das Leben selbst? Denn in der letzten Zeile schließt er mit den Worten „doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern“. Auch der Lebensweg des Menschen kennt Höhen und Tiefen, strahlenden Sonnenschein und Unwetter, die sich im Verlauf des persönlichen Weges im ständigen Wechsel befinden. Auch die Liebe vermag es zwar nicht, einen Schutz vor den mühseligen Erfahrungen des Lebens zu bieten, aber sie lässt sie gemeinsam leichter überstehen und stärker aus ihnen hervortreten. Denn was wäre das Leben ohne manches Unwetter. 

Carolin Eberhardt

 

Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze,

und von den Auen dränget uns die Glut;

doch dort am Wasserfall, am Felsensitze

erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.

Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,

die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,

dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;

doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.

 

*****

Vorschaubild: 

Thunderstorm over Dordrecht, ca. 1645, Urheber: Aelbert Cuyp via Wikimedia Commons  public domain.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Sommerlied
von Emanuel Geibel
MEHR
Im Sommer
von Wilhelm Busch
MEHR
Wie liegt die Welt…
von Wilhelm Busch
MEHR
Der Schmetterling
von Heinrich Heine
MEHR
Sonne im August
von Selma Merbaum
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen