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Sesenheimer Liebeslyrik

Florian Russi

Während seines Studiums in Straßburg lernte Johann Wolfgang von Goethe die Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und Goethe wurde durch Friederike zu wundervollen Gedichten angeregt.

Einige von ihnen (Heideröslein, Mailied, Willkommen und Abschied u. a.) zählen zu seinen besten und beliebtesten überhaupt. In diesem Heft sind sie vorgestellt und mit Bildern und Erläuterungen angereichert.

Marienlied

Marienlied

Novalis

Obwohl wir von Maria, der Mutter Jesu, nur sehr wenig wissen, wird sie auf der ganzen Welt von vielen Menschen tief verehrt. Als die Auserwählte Gottes trägt sie alles in sich, was man sich an Gutem, Edlem, Reinem und Liebreizendem vorstellen kann. So sieht sie auch der gläubige Christ Novalis (Friederich von Hardenberg) in tausend Bildern ausgedrückt. Als Romantiker verherrlicht er sie und stellt sie über der Welt Getümmel. Es ist ein Erlebnis seiner Seele und seines Gemütes. Dagegen kann kein anderes ankommen.

Florian Russi

 

Marienlied

„Ich sehe dich in tausend Bildern,

Maria, lieblich ausgedrückt,

doch keins von allen kann dich schildern,

Wie meine Seele dich erblickt.

Ich weiß nur, dass der Weltgetümmel

Seitdem mir wie ein Traum verweht,

Und ein unnennbar süßer Himmel

Mir ewig im Gemühte steht.“

*****

Vorschaubild: The Madonna Contemplating the Baby Jesus, 1653, Urheber: Elisabetta Sirani via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

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