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Frank Meyer

Es war mir ehrlich gesagt völlig egal

 „Ich ging zur Beerdigung. Denn immerhin war ich es ja, der ihn erschlagen hatte.“

Sie schlagen sich so durch — die Jungs in Frank Meyers Geschichten. Dabei lassen sie sich von weiblichen Hosenanzügen beirren, stellen ihre grenzenlose Coolness beim Moped-Trinken unter Beweis und sorgen dafür, dass der Großvater fast die Sportschau verpasst.

Wirklich, er war unentbehrlich

Wirklich, er war unentbehrlich

Wilhelm Busch

Mit seinen Gedichten und Bildergeschichten zielte Wilhelm Busch (1832 - 1908) auf menschliche Eitelkeiten und Schwächen. So auch in dem folgenden Gedicht. Hier nimmt er Menschen "auf die Schippe ", die glauben, sich um alles kümmern und alles richten zu müssen. Wir kennen sie als "Gschaftlhuber", als Menschen mit Kontrollzwang oder als Wichtigtuer. Egal wie, Busch findet, dass sie einem auf die Nerven gehen können und zeigt ihnen ihre Grenzen.

Florian Russi

Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah
Zu dem Wohle der Gemeinde,
Er war tätig, er war da.

Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
Ohne ihn, da ging es nicht.

Ohne ihn war nichts zu machen,
Keine Stunde hatt' er frei.
Gestern, als sie ihn begruben,
War er richtig auch dabei.

 

*****

Entnommen aus: Die schönsten deutschen Geschichten: Moritz, Lukas (Hrsg.), Köln: Anaconda Verlag, 2014, S.429.

Bildqelle: Gschaftlhuawa, 2008, Urheber: MZMcBride via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

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