Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Die Päpste als Friedensvermittler

Der Kirchenhstoriker Stefan Samerski stellt die Friedenspolitik und -Arbeit des Heiligen Stuhls in der modernen Zeit heraus.

In trauter Verborgenheit

In trauter Verborgenheit

Wilhelm Busch

Die meisten Herbstgedichte drücken Melancholie, Endzeitgedanke, Traurigkeit über den Verlust der heiteren Jahreszeiten oder über das Vergehen und Verwelken in der Natur aus. Nicht so bei Wilhelm Busch (1832-1908). Er verfällt nicht in Nostalgie über die schönen, vergangenen Sommertage. Vielmehr ruft er in Erinnerung, dass auch sie nicht nur von Lust, sondern auch von mancherlei Plage gekennzeichnet waren. Jetzt aber beginnt eine neue Zeit, in der man in trauter Verborgenheit sich näherrücken und warmhalten kann.

Florian Russi


Ade, ihr Sommertage,
Wie seid ihr so schnell enteilt,
Gar mancherlei Lust und Plage
Habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken,
Zu wandeln im Sonnenschein,
Nur die verflixten Mücken
Mischten sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen
Dem Sange der Vögel gelauscht,
Dann kam natürlich ein Regen
Auf uns hernieder gerauscht.


Die lustigen Sänger haben
Nach Süden sich aufgemacht,
Bei Tage krächzen die Raben,
Die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für ein Gesause!
Es stürmt bereits und schneit.
Da bleiben wir zwei zu Hause
In trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen.
Mein Liebchen, ich und du,
Wir halten uns warm und schließen
Hübsch feste die Türen zu.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Herbst
von Theodor Storm
MEHR
Herbst ist es wieder
von Hoffmann von Fallersleben
MEHR
Septembermorgen
von Eduard Mörike
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen