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Märchen, Sagen und Geschichten aus der Mitte Deutschlands.

Hab Dank, du lieber Wind

Hab Dank, du lieber Wind

Hoffmann von Fallersleben

Der Herbst – viele Menschen verbinden damit trübe Tage, kühle Winde, Nebelschwaden und Regen. Doch ist er auch ein besonders begabter Maler, dieser Herbst. So streicht er die Blätter bunt, der Sonne schenkt er einen rot glühenden Schein und viele einheimische Früchte glänzen an den Bäumen und Sträuchern. In seinem Gedicht „Hab Dank, du lieber Wind“ greift der bekannte deutsche Dichter Hoffmann von Fallersleben eine herbstliche Impression auf. So unangenehm, kalt und unbarmherzig der Herbstwind auch sein kann, er wird auch schnell zum Gehilfen, wenn es darum geht, einen reifen „goldigen“ Apfel vom Baum zu wehen.

Carolin Eberhardt

Ich bin in den Garten gegangen

und mag nicht mehr hinaus.

Die goldigen Äpfel prangen

mit ihren roten Wangen

und laden ein zum Schmaus.


Wie ist es anzufangen?

Sie hängen mir zu hoch und zu fern.

Ich sehe sie hangen und prangen

und kann sie nicht erlangen

und hätte doch einen gern!


Da kommt der Wind aus dem Westen

und schüttelt den Baum geschwind

und weht herab von den Ästen

den allerschönsten und besten -

hab Dank, du lieber Wind!


*****

Bildquellen

Vorschaubild: Mädchen vor einem Apfelbaum, 2015, Urheber: VintageBlue via Pixabay CCO.

Mädchen im Wind, 2019, Urheber: Cdd20 via Pixabay CCO; bearbeitet von Carolin Eberhardt.

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