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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Abends, wenn es dunkel wird

Abends, wenn es dunkel wird

Heinrich Seidel

Der hauptberuflich als Ingenieur tätige deutsche Schriftsteller Seidel erschuf mit seinem Gedicht „Abends, wenn es dunkel wird“ ein kindgerechtes und leicht einprägsames Gedicht, welches den berühmten Vers „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ am Ende jeder Strophe aufgreift. Wie schön ein Laternenumzug sein kann, wenn neben den zahlreichen leuchtenden Laternen der Kinder auch der Mond die Szenerie bestrahlt! Viele bunte Laternen, selbstgebastelt oder gekauft, können jedes Jahr zu Ehren des Sankt Martin beim Umzug bewundert werden.

Carolin Eberhardt

Abends, wenn es dunkel wird,
und die Fledermaus schon schwirrt,
ziehn wir mit Laternen aus
in den Garten hinterm Haus.
Und im Auf- und Niederwallen
lassen wir das Lied erschallen:
„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne."

Plötzlich aus dem Wolkentor
kommt der gute Mond hervor,
wandelt seine Himmelsbahn
wie ein Haupt-Laternenmann.
Leuchtet bei dem Sterngefunkel
lieblich aus dem blauen Dunkel:
„Laterne, Laterne, Sonne Mond und Sterne."

Ei, nun gehen wir nach Haus,
blasen die Laternen aus,
lassen Mond und Sternelein
leuchten in die Nacht hinein,
bis die Sonne wird erwachen,
alle Lampen auszumachen
„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne."


*****

Bilder von Carolin Eberhardt.

Vorschaubild: Laternenumzug zu Ehren von Johannes Falk am 28.10.2020; Marktplatz Weimar.

Gebastelte Mauslaterne.

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