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Friedrich W. Kantzenbach
Wüsst ich Dinge leicht wie Luft

Dieses Gedichtsbändchen ist liebevoll gestaltet und mit Fotos versehen. Es wendet sich an Leser, die bereit sind, aufmerksam hinzuhören und sich einzulassen auf die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Schicksal.

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Friedrich Rückert

Welch schönen Anblick bieten die kleinen zarten Schneeglöckchen jedes Jahr aufs Neue. Sie sind die ersten Zeugen des herannahenden Frühlings. Der deutsche Dichter Friedrich Rückert lässt in seinem Gedicht über die zarten Frühlingsboten ihre kleinen Kelche symbolisch läuten, um die Natur aus ihrem eisigen Winterschlaf zu befreien.

Carolin Eberhardt


Der Schnee, der gestern noch in Flöckchen
Vom Himmel fiel,
Hängt nun geronnen heut als Glöckchen
Am zarten Stiel.
Schneeglöckchen läutet, was bedeutet’s
Im stillen Hain?
O, komm geschwind! Im Haine läutet’s
Den Frühling ein.
O kommt, ihr Blätter, Blüt‘ und Blume,
Die ihr noch träumt,
All zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt.


*****

Vorschaubild: Schneeglöckchen in Bad Berka von Carolin Eberhardt.

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