Der deutsche Maler und Dichter versteht es, dem Leser die Vorfreude auf den bald kommenden Mai zu versüßen. In dem vorliegenden Gedicht malt er ein vollumfänglich glückliches Bild eines idealen Maientages. Nichts, aber auch nichts ist hier negativ, alles fügt sich ineinander, sogar „des Baches Wellen „schmiegen sich durch die Blumen“. Die Schmetterlinge nutzen gar die Grashalme als Schaukeln – „(sie … wiegen) sich auf den Halmen (…)“. Da vermag jeder sich nur noch in das leicht vom Wind bewegte halbhohe Gras zu legen, „zum Himmel aufzusehn“ und die Maienstimmung zu genießen.
Carolin Eberhardt
Sonnenschein und Blütenduft,
das ist ein Vergnügen!
Wenn in blauer Maienluft
hoch die Lerchen fliegen.
Wenn des Baches Wellen sich
durch die Blumen schmiegen,
und die Schmetterlinge sich
auf den Halmen wiegen.
Ach, wie ist es da so schön,
tief im Gras zu liegen
und zum Himmel aufzusehn!
Das ist ein Vergnügen.
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