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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Frühlingsglaube

Frühlingsglaube

Ludwig Uhland

Eine eingängige und volkliedhafte Sprache zeichnet das Ludwig Uhlands Gedicht „Frühlingsglaube" aus. Doch die Schlichtheit trügt. Hinter den Bildern der wiedererwachenden Natur versteckt sich die Hoffnung auf Veränderung durchaus im politischen Sinne. Immerhin war Uhland überzeugter Demokrat. Das Gedicht entstand 1812, im Jahr der Wende für Napoleon. Die europaweit bisher als unbesiegbar geltenden französischen Truppen wurden Anfang des Jahres in Spanien und zu Jahresende in Russland geschlagen. Im Frühjahr 1813, dem Publikationsjahr des Gedichtes, wurde auch in deutschen Landen zum Befreiungskampf aufgerufen. Damit lässt sich das Gedicht durchaus als Vorreiter der Vormärzliteratur sehen.

Tina Romstedt

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Eine musikalische Interpretation Silchers findet sich hier: Frühlingsglaube

 

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Vorschaubild "Krokusse": Rita Dadder

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