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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Frühlingsglaube

Frühlingsglaube

Ludwig Uhland

Eine eingängige und volkliedhafte Sprache zeichnet das Ludwig Uhlands Gedicht „Frühlingsglaube" aus. Doch die Schlichtheit trügt. Hinter den Bildern der wiedererwachenden Natur versteckt sich die Hoffnung auf Veränderung durchaus im politischen Sinne. Immerhin war Uhland überzeugter Demokrat. Das Gedicht entstand 1812, im Jahr der Wende für Napoleon. Die europaweit bisher als unbesiegbar geltenden französischen Truppen wurden Anfang des Jahres in Spanien und zu Jahresende in Russland geschlagen. Im Frühjahr 1813, dem Publikationsjahr des Gedichtes, wurde auch in deutschen Landen zum Befreiungskampf aufgerufen. Damit lässt sich das Gedicht durchaus als Vorreiter der Vormärzliteratur sehen.

Tina Romstedt

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Eine musikalische Interpretation Silchers findet sich hier: Frühlingsglaube

 

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Vorschaubild "Krokusse": Rita Dadder

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