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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


Der Frühling

Der Frühling

Friedrich Hölderlin

Wunderschöne bunte Farben tummeln sich auf den Wiesen und an den Ästen der Bäume prangen schon die ersten geöffneten Knospen. Der Wind säuselt manchem sanft und mild um die Ohren, wo er doch noch kurze Zeit zuvor einen schneidenden und kühlen Charakter hatte. Der Frühling mit seinen steigenden Temperaturen, den längeren Tagen und dem fröhlichen Sonnenschein erweckt nicht nur die Natur zu farbenreichem neuen Leben, sondern sorgt dafür, dass die „Tätigkeit (der Menschen) mit neuem Ziele (beginnt)“. Ein Hoch auf den Frühling! Er ist der Balsam für unsere Seelen.

Carolin Eberhardt

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,

Die Tage kommen blütenreich und milde,

Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen

Vom Himmel abwärts, wo die Tag‘ entstehen.


Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten

Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,

Die Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,

So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.

*****
Vorschaubild: Frühblüher in Weimars Innenstadt von Carolin Eberhardt.

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