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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Mondnacht

Mondnacht

Joseph von Eichendorff

Eichendorffs Lyrik malt mit Worten wundervolle Landschaften. Man bemerkt des Dichters Hang zur Natur. Wen wundert's? Wuchs er doch auf in Lubowitz, einem ländlichen Idyll in Oberschlesien nahe der heutigen Grenze zu Tschechien. Zum Studium trieb es ihn in die fernen Städte Halle, Heidelberg und Berlin, auf einer Bildungsreise sogar bis Wien und Paris. Doch sein Herz blieb in der Heimat und zog ihn im Alter wieder dorthin zurück.

Es ist denkbar, dass es das Heimweh war, das ihm die Verse in die Feder legte. In seinen letzten Lebensjahren jedenfalls, die er wieder in der Heimat verbrachte, ist kein Verslein entstanden. Eichendorff selbst bemerkte dazu: „Das Alter taugt nicht zur Lyrik."

Sein wohl bekanntestes Gedicht trägt den Titel „Mondnacht". Es entstand nach 1830. Eichendorff lebte in diesen Jahren im industrialisierten und stetig anwachsenden Berlin.

Tina Romstedt

 

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

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