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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Fest der Familie und des Friedens

Fest der Familie und des Friedens

Florian Russi

Krippenszene
Krippenszene

Als Fest der Familie und des Friedens wird Weihnachten nicht nur von Christen, sondern auch von vielen Nichtchristen gefeiert. Weihnachten ist das Gedenken an die Geburt des Kindes Jesus, dessen Wirken später die größte Weltreligion und eine gewaltige geistige und kulturelle Entwicklung unter den Menschen ausgelöst hat. Hauptfiguren dieses Ereignisses waren neben Jesus dessen junge Mutter Maria und sein Vater Josef. Diese drei bildeten die „Heilige Familie“, Urbild einer Gemeinschaft, die sich liebevoll verbunden ist. Dass Maria und Josef bei ihrer Ankunft in Bethlehem keinen Platz in einer Herberge gefunden haben und für die Geburt ihres Sohnes Schutz in einem Stall suchen mussten, verstärkt noch das innige Familienbild: In der Not hält die Familie zusammen und sucht Zuflucht und Auswege. Alle sind umeinander besorgt und können sich aufeinander verlassen.

Entsprechend sind auch die Weihnachtsbräuche auf die Familien abgestellt. Am Weihnachtsabend versammeln sie sich um den Weihnachtsbaum, tauschen Geschenke aus, singen gemeinsam Weihnachtslieder, umarmen und küssen sich. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kinder, die mit großen Augen die Lichter am Weihnachtsbaum und den glitzernden Weihnachtsschmuck beobachten und sich über ihre Geschenke freuen.

Verkündigung an die Hirten
Verkündigung an die Hirten

An den folgenden Tagen versammeln sich die Familien traditionell zum Festessen am gemeinsamen Tisch. Meistens sind es dann drei Generationen, die sich zusammenfinden. An den Weihnachtstagen finden dann auch verstärkt Besuche unter Verwandten statt.

Weihnachten wird auch als Friedensfest begangen. In der Weihnachtsgeschichte (Lukas, 2, 12-14) erscheint ein Engel den Hirten auf dem Felde und sagt zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkündige euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll“. Dann erscheinen weitere Engel und sie schießen mit den Worten: „Friede auf Erden den Menschen, denen Gott seine Gnade schenkt.“ „Friede sei mit euch“, ist in den Bibeltexten ein häufig wiederkehrender Wunsch.

Wie sehr dieser Wunsch völkerübergreifend verinnerlicht worden ist, zeigen Beispiele aus dem 1. Und 2. Weltkrieg. Aus beiden wird berichtet, dass mitten in zerstörerischen und tödlichen Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Parteien am Weihnachtstag Feuerpausen eingehalten wurden. Auch das macht die Friedenssehnsucht deutlich, die viele Menschen mit dem Weihnachtsfest verbinden.

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- Vorschaubild: Krippenfiguren. Foto von Wiltrud Timmermann
- Krippenszene (nativity scene). Urheber: Berit from Redhill/Surrey, UK
Lizenz: CC-BY-SA 3.0, via wikimedia commons
- Verkündigung an die Hirten, Gemälde von Heinrich Vogeler (1872–1942), 1902;
Quelle: Haus im Schluh, Worpswede, via wikimedia commons (gemeinfrei)


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