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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Fest der Familie und des Friedens

Fest der Familie und des Friedens

Florian Russi

Krippenszene
Krippenszene

Als Fest der Familie und des Friedens wird Weihnachten nicht nur von Christen, sondern auch von vielen Nichtchristen gefeiert. Weihnachten ist das Gedenken an die Geburt des Kindes Jesus, dessen Wirken später die größte Weltreligion und eine gewaltige geistige und kulturelle Entwicklung unter den Menschen ausgelöst hat. Hauptfiguren dieses Ereignisses waren neben Jesus dessen junge Mutter Maria und sein Vater Josef. Diese drei bildeten die „Heilige Familie“, Urbild einer Gemeinschaft, die sich liebevoll verbunden ist. Dass Maria und Josef bei ihrer Ankunft in Bethlehem keinen Platz in einer Herberge gefunden haben und für die Geburt ihres Sohnes Schutz in einem Stall suchen mussten, verstärkt noch das innige Familienbild: In der Not hält die Familie zusammen und sucht Zuflucht und Auswege. Alle sind umeinander besorgt und können sich aufeinander verlassen.

Entsprechend sind auch die Weihnachtsbräuche auf die Familien abgestellt. Am Weihnachtsabend versammeln sie sich um den Weihnachtsbaum, tauschen Geschenke aus, singen gemeinsam Weihnachtslieder, umarmen und küssen sich. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kinder, die mit großen Augen die Lichter am Weihnachtsbaum und den glitzernden Weihnachtsschmuck beobachten und sich über ihre Geschenke freuen.

Verkündigung an die Hirten
Verkündigung an die Hirten

An den folgenden Tagen versammeln sich die Familien traditionell zum Festessen am gemeinsamen Tisch. Meistens sind es dann drei Generationen, die sich zusammenfinden. An den Weihnachtstagen finden dann auch verstärkt Besuche unter Verwandten statt.

Weihnachten wird auch als Friedensfest begangen. In der Weihnachtsgeschichte (Lukas, 2, 12-14) erscheint ein Engel den Hirten auf dem Felde und sagt zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkündige euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll“. Dann erscheinen weitere Engel und sie schießen mit den Worten: „Friede auf Erden den Menschen, denen Gott seine Gnade schenkt.“ „Friede sei mit euch“, ist in den Bibeltexten ein häufig wiederkehrender Wunsch.

Wie sehr dieser Wunsch völkerübergreifend verinnerlicht worden ist, zeigen Beispiele aus dem 1. Und 2. Weltkrieg. Aus beiden wird berichtet, dass mitten in zerstörerischen und tödlichen Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Parteien am Weihnachtstag Feuerpausen eingehalten wurden. Auch das macht die Friedenssehnsucht deutlich, die viele Menschen mit dem Weihnachtsfest verbinden.

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- Vorschaubild: Krippenfiguren. Foto von Wiltrud Timmermann
- Krippenszene (nativity scene). Urheber: Berit from Redhill/Surrey, UK
Lizenz: CC-BY-SA 3.0, via wikimedia commons
- Verkündigung an die Hirten, Gemälde von Heinrich Vogeler (1872–1942), 1902;
Quelle: Haus im Schluh, Worpswede, via wikimedia commons (gemeinfrei)


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