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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Aschermittwoch

Aschermittwoch

Florian Russi

Tag der Einkehr

Die Asche kann auch in Kreuzform auf den Kopf gestreut werden, wie auf diesem polnischen Gemälde von 1881 zu sehen.
Die Asche kann auch in Kreuzform auf den Kopf gestreut werden, wie auf diesem polnischen Gemälde von 1881 zu sehen.

Der Aschermittwoch ist ein christlicher Feiertag. Er signalisiert das Ende der Fastnachts- und den Beginn der Fastenzeit. Seinen Namen hat er daher, dass an diesem Tag die Priester den Gläubigen symbolisch mit dem Finger ein Kreuz aus Asche auf die Stirn malen oder auch etwas Asche auf den Kopf streuen. Es ist ein Dokument der Buße und der Unterwerfung. Katholische Priester sprechen dabei die Worte: „Mensch bedenke, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst" oder auch „Bekehrt euch und glaubt an die frohe Botschaft". Die Regeln schreiben vor, dass die Asche aus dem Verbrennen von Palmzweigen aus den Osterfeierlichkeiten des vorangegangenen Jahren gewonnen wird.

Mit dem Bußakt sollen die Sünden, Verfehlungen oder Übertreibungen der Menschen während der vorangegangenen Faschingstage bewusst gemacht und bereut werden. Zugleich sollen die Gläubigen auf die nun beginnende Fastenzeit eingestimmt werden. Die Fastenzeit in den katholischen oder evangelischen Kirchen beginnt jeweils 46 Tage vor dem Osterfest. 6 dieser Tage fallen auf einen Sonntag, an dem nicht gefastet wird. Die verbleibenden 40 (Werk)tage sollen daran erinnern, dass Jesus Christus sich, bevor er zu predigen begann, 40 Tage in die Wüste zurückgezogen und dort gefastet und gebetet hatte.

Das Fasten wurde in religiösen Gemeinschaften schon immer als ein Weg gesehen, die sinnlich-fleischlichen Gelüste der Menschen zurückzuführen und ihre geistigen und besinnlichen zu fördern und zu stärken. Es wird auch in vielen modernen Gesundheitstherapien als Mittel eingesetzt. Für viele, auch nicht religiöse Menschen, entspricht das gelegentliche Fasten einem inneren Bedürfnis.

Die Karnevalstage sind vorbei, es beginnen die Tage der inneren Einkehr und Bescheidung. Es gilt, sich auf das Gedenken an den Opfertod Christi am Karfreitag und dessen triumphale Auferstehung an Ostern einzustimmen. So ist der Aschermittwoch für Christen ein besonderer Tag, der mit Messen und Andachten begangen wird. Obwohl er kein gesetzlicher Feiertag ist, haben Arbeitnehmer oder Schüler einen Rechtsanspruch darauf, für die Teilnahme an einem Gottesdienst freigestellt zu werden.

    

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Bildquellen:
- Vorschaubild: "Lent personified at a Carnival celebration"  Teilansicht eines Gemäldes von Pieter Brueghel dem Älteren aus dem Jahr 1559. (Symbolische Verkörperung der Fastenzeit beim Karneval, Bildquelle: wikimedia commons)

- Bild im Text: "Aschermittwoch" Gemälde von Julian Falat aus em Jahr 1881

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