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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Pferd und Sperling

Pferd und Sperling

Wilhelm Hey


Sperling:

„Pferdchen, du hast die Krippe voll;

Gibst mir wohl auch einen kleinen Zoll,

ein einziges Körnlein oder zwei;

Du wirst noch immer satt dabei.“

Pferd:

„Nimm, kecker Vogel, nur immer hin,

Genug ist für mich und dich darin.“


Und sie aßen zusammen die zwei,

litt keiner Mangel und Not dabei.

Und als dann der Sommer kam so warm,

da kam auch manch böser Fliegenschwarm;

Doch der Sperling fing hundert auf einmal,

Da hatte das Pferd nicht Not und Qual.


*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, nebst ernsthaften Anhange, Gotha: Friedrich Andreas Perhes, 1854, S.1.


Vorschaubild:

Hintergrund Antik, 2015, Urheber: ChrisFiedler via Pixabay CCO; Silhouette Sperling, 2016, Urheber: KatarzynaTyl via Pixabay CCO; Silhouette Pferd, 2012, Urheber: Clker-Free-Vector-Images via Pixabay CCO; Weizen, 2014, Urheber: Clker-Free-Vector-Images via Pixabay CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

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