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Wilfried Bütow
Kennst du Heinrich Heine?

Kunstfertig in vielen Genres, geht Heine souverän mit den Spielarten des Komischen um, erweist sich als ein Meister der Ironie und der Satire und weiß geistreich und witzig zu polemisieren.
Doch hatte er nicht nur Freunde. Erfahre mehr vom aufreibenden Leben Heines, wie er aus Deutschland fliehen musste, in Paris die Revolution von 1830 erlebte und den großen Goethe zu piesacken versuchte.


Kind und Kätzchen

Kind und Kätzchen

Wilhelm Hey



Kind:

„Kätzchen, du musst nicht kratzen,

Mach nicht so scharfe Tatzen,

Gib mir dein Pfötchen sanft und weich.“

Katze:

„Kindchen, ja, das tu ich gleich;

Aber ich will dir auch was sagen:

Musst mich nicht erst zupfen und schlagen.“


Zupfte das Kind nun auch einmal,

Machte dem armen Kätzchen Qual;

Tat nun das Kratzen auch nicht gut,

Kam wohl gar noch ein Tröpfchen Blut;

War’s doch von beiden nicht bös‘ gemeint,

Blieben auch fernerhin gute Freund.


*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S. 10.

Bildquelle:

Junge mit Kätzchen, 2016, Urheber: Jo-B via Pixabay CCO.

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