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Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Der Storch

Der Storch

Wilhelm Hey

„Die Sonne scheint, der Sommer ist nah‘,

nun sind auch wir Störche wieder da.

Wir haben im fernen Land unterdessen

Nicht unser liebes Nest vergessen.

Da steht’s noch: nun wollen wir’s putzen und hüten,

und still drin wohnen und fröhlich brüten.“


Sie bauten es aus mit Holz und Stroh,

Sie waren so eifrig dabei, so froh.

Frau Störchin saß drauf drei Wochen lang,

da hört man bald gar mancherlei Klang.

Fünf Störchlein reckten die Köpfchen heraus

Und sperrten die hungrigen Schnäbel auf.



*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S. 4.

Bildquelle:

Silhouette Storch, 2020, Urheber: GDJ via Pixabay CCO; Hintergrund Pfingstrosen, 2016, Urheber: lillaby via Pixabay CCO, neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

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