Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meister und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Der Fuchs und die Truthähne

Der Fuchs und die Truthähne

Jean de La Fontaine

Auf einer Farm lebten mehrere Truthähne. Dort ging es ihnen gut, doch ständig waren sie in Angst vor dem Fuchs, der ab und zu durch das Gelände schlich. Um sich vor ihm zu schützen, bewegten sie sich so wenig wie möglich auf dem Erdboden und setzten sich stattdessen auf die Äste eine großen Baumes, der mitten auf dem Hof stand.

Als der Fuchs wieder einmal vorbeikam, stellte er enttäuscht fest, dass die Puten für ihn unerreichbar waren. Er versuchte, sie davon zu überzeugen, dass es viel angenehmer sei, sich auf dem Erdboden aufzuhalten, doch die Truthähne blieben auf ihren Ästen sitzen.
 
Da tat der Fuchs so, als ob er auf den Baum klettern wolle. Dazu wedelte er eifrig mit dem Schwanz, wackelte mit dem Kopf, schüttelte sein Fell und schlug etliche Kapriolen. Ängstlich und neugierig beobachteten ihn die Truthähne und verfolgten sehr genau jede seiner Bewegungen. Der Fuchs wollte gar nicht mehr aufhören mit seinen Mätzchen. Da fielen den Truthähnen immer mehr die Augen zu. Sie wurden müde und müder und schliefen einer nach dem anderen ein. Im Schlaf achteten sie nicht mehr darauf, sich an den Ästen festzukrallen. So kam es, dass sie nacheinander zu Boden fielen.
 
Dort wartete der Fuchs schon auf sie. Die beiden ersten fraß er auf der Stelle. Mit den anderen legte er sich einen üppigen Vorrat an.
 
Fazit: Übertriebene Angst kann leicht zu großem Schaden führen.

 

   

*****
Teaserfoto: pixabay, aus drei Bildern zusammengefügt und neu bearbeitet von Kati Spantig, Urheber aller Bilder: ClkerFreeVectorImages (gemeinfrei, kein Bildnachweis nötig) 

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Der Alte und die drei Jungen
von Jean de La Fontaine
MEHR
Die Kutsche und die Fliege
von Jean de La Fontaine
MEHR
Der Hase und die Frösche
von Jean de La Fontaine
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen