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Friedrich W. Kantzenbach
Wüsst ich Dinge leicht wie Luft

Dieses Gedichtsbändchen ist liebevoll gestaltet und mit Fotos versehen. Es wendet sich an Leser, die bereit sind, aufmerksam hinzuhören und sich einzulassen auf die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Schicksal.

Der Angler und der kleine Fisch

Der Angler und der kleine Fisch

Jean de La Fontaine

Ein Mann saß am Ufer eines Baches und angelte. Er musste lange warten, bis der erste Fisch anbiss. Es war ein kleiner Barsch, der da an seiner Angelrute zappelte. „Sieh doch, wie klein ich bin“, rief der Fisch ihm zu, „viel zu schmächtig, um dir als Mahlzeit zu dienen. Um satt zu werden, müsstest du noch eine große Zahl von meiner Sorte fangen. Setze mich deshalb ins Wasser zurück, bis ich groß und kräftig geworden bin. Dann kannst du mich erneut fangen und mich teuer verkaufen oder dich an mir satt essen“.
Der Angler überlegte kurz, dann erwiderte er: „Dein Vorschlag klingt gut, doch werde ich nicht auf ihn eingehen. Du bist zwar sehr klein, aber dich halte ich in meinen Händen. Was in späterer Zeit sein wird, wissen wir beide nicht ‚Klein aber mein heute ist mir wichtiger als groß aber unsicher morgen‘“.


Nacherzählt von Florian Russi

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Teaserfoto: pixabay, Urheber: HoliHo - (gemeinfrei, kein Bildnachweis nötig)

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