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Magisches Lesevergnügen bietet Ingrid Annels Jugendroman, der den Leser auf eine Zeitreise ins Mittelalter führt.

 

Zeus und die Laneweile

Zeus und die Laneweile

Florian Russi

Der griechische Gott Zeus war nicht nur der Vater bedeutender Götter und Göttinnen, wie Poseidon, Apollo oder Athene, sondern auch vieler Menschenkinder. Er nutzte seine göttlichen Kräfte und Verwandlungskünste, um eine Reihe von hübschen Frauen zu verführen. Eines Tages fragte ihn eine von ihnen: „Warum tust du das? Du bist doch Gott und kannst dir jeden Wunsch erfüllen, brauchst dich nicht um Essen und Trinken zu kümmern, kannst dich an jeden gewünschten Ort begeben, auf dem Olymp rauschende Feste feiern und dir jedes Glücksgefühl herbeiführen, nach dem dir es gerade gelüstet. Ihr Götter seid doch autonom. Warum greift ihr ständig in menschliches Leben und Schicksale ein?“

Zeus antwortete ihr: „Du hast völlig recht. Uns Göttern fehlt es an nichts, zudem sind wir unsterblich. Wie aber sollen wir dieses unendliche Wohlleben aushalten? Unser Problem ist die Langeweile. Da kommt ihr Menschen uns mit euren Eigenheiten gerade gut zu Pass. Am meisten schätzen wir eure vielen Bosheiten. Edelmut ist auf Dauer öde. Mit Intrigen aber kann man sich herrlich die Zeit vertreiben.“

Fazit: Glück ist zwecklos, wenn es nicht zur Zufriedenheit führt.

Oder: Viel Böses geschieht aus Langeweile.

Oder: Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen. (Sprichwort)

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