In einer Bürgerversammlung klagten die Gemeindemitglieder über die Weltlage. „Wir wissen genau, dass wir auf eine Klimakatastrophe hinsteuern, aber tun nichts dagegen. In vielen Ländern werden Menschen geknechtet und verfolgt und wir lassen es geschehen. Überall gibt es Politiker, welche die Demokratie abschaffen und sich diktatorisch über ihre Mitbürger hinwegsetzen wollen. Es werden Kriege geführt, Menschen qualvoll getötet, Verbrechen begangen. In vielen Ländern blüht die Korruption und die Reichen und Mächtigen unterdrücken die Armen und Schwachen. – Uns bleibt angesichts dieser Lage nur Angst und Verzweiflung.“
Da antwortete der anwesende Bürgermeister: „Ich teile eure Sorge und bin genau wie ihr davon betroffen. Das aber darf kein Grund für uns sein, vor dem, was andere tun, zu kapitulieren. Es gibt viel Fehlverhalten und Versagen auf unserer Erde, aber auch viele kleine Beispiele von Bemühungen für Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Jeder Mensch kann zwischen Gut und Böse unterscheiden. Indem er sich auf die Seite der Guten stellt, stärkt er dessen Position. Gute Beispiele finden immer auch Nachahmer. Lasst uns also in unserer Gemeinde vorangehen. Tun wir etwas für den Umweltschutz, pflanzen wir Bäume und vermeiden wir Verschmutzungen von Wasser und Luft. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass unser Ort allen, die darin wohnen oder ihn besuchen, Schönheit, Sicherheit und Verständigung bietet. Nutzen wir jede Gelegenheit, miteinander zu reden und fördern wir die Kreativität aller. Hören wir auch unserer Jugend zu und zeigen ihr unser Wohlwollen, unsere Toleranz und auch unserer Standpunkte. Ich bin mir ganz sicher, dass sich das auszahlen wird.“
Fazit: „Demokratie heißt, sich in seine eigenen Angelegenheiten einmischen zu können“ (Erich Kästner)
Oder: Viele kleine Fackeln machen auch viel Licht.
Oder: Glück, Liebe, Hoffnung wird individuell erlebt. Es kommt daher auf jeden Einzelnen an.
Oder: „Es kehre jeder vor seiner Tür, und rein ist jedes Stadtquartier.“ (Goehte)