In früher Zeit lebte ein Völkchen an einer Meeresküste nur recht als schlecht vom Fischfang und vom Handel. Sein oberster Gott war Poseidon, der Gott des Meeres, des Wetters und der Vulkane. Ihm setzten sie Opferaltäre und beteten inständig an jedem Tag. Poseidon jedoch war so sehr mit Meer, Wellen und Vulkanen befasst, dass er sich um die Menschen kaum kümmern konnte. Er setzte sie Stürmen, Unwettern und Fluten aus und ließ einen Vulkan, der es ihm besonders angetan hatte, brennendheiße Magma und Lava ausspucken und weite Regionen in Feuer, Schutt und Asche versunken. Dabei kamen viele Menschen zu Schaden und zu Tode. Immer wieder stimmten die Küstenbewohner Trauergesänge an, veranstalteten Prozessionen und baten Poseidon um Schutz. Der jedoch hatte mit anderen Dingen zu tun.
Auch Götter entwickeln Gefühle, und als Poseidon nach langer Zeit drei hübsche Mädchen beim Hüpfspiel sah, verliebte er sich auf der Stelle und wurde brunftig. Um Eindruck zu erregen, bestieg er einen von fünf Pferden gezogenen goldglänzenden Wagen und fuhr mit viel Getöse in die Stadt ein, in welcher die Küstenbewohner lebten. Dort aber war niemand, der ihm zujubelte und der Rat der Gemeinde weigerte sich, ihn zu empfangen. Stattdessen ließ er ihm folgendes ausrichten: „Als wir in großer Not nach dir riefen, wolltest du uns nicht hören. Ob mit dir oder ohne dich geht es uns immer gleich. Wir haben uns damit abgefunden. Am besten wäre es, du würdest sehr weit von uns wegziehen.
Fazit: Wer die Menschen liebt, schickt ihnen kein Leid.
Oder: Wenn die Menschen glücklich leben wollen, müssen sie bei sich selbst anfangen.
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