Eine Gruppe von 5 Personen unternahm eine Bildungsreise in eine Kulturstadt. Dabei tat sich ein Teilnehmer besonders hervor. Wann immer etwas anzuerkennen oder zu loben war, bezog er das auf sich. So erklärte er, obwohl er die Reise nur zustimmend mitorganisiert hatte: „Ich habe lange recherchiert und das beste ausgesucht.“ Nachdem sie zufrieden ein Museum verließen, sagte er: „War es nicht eine gute Idee von mir, den Besuch dieses Museums vorzuschlagen?“
Wenn aber etwas nicht so lief, wie es laufen sollte, bezog er die anderen mit ein. Als er beim Mittagstisch ein Kännchen mit Soße umgestoßen und die Tischdecke beschmutzt hatte, rief er nach dem Ober und sagte: „Da ist uns ein Malheur passiert, wir entschuldigen uns dafür.“ Als die Gruppe einen Bahnanschluss verpasste, weil er selbst zu lange getrödelt hatte, erklärte er: „Jetzt müssen wir ein Taxi nehmen. Wir hätten uns ein wenig mehr beeilen müssen.“
Dieses Verhalten ärgerte die anderen sehr. Als sie wenig später eine hohe Treppe hinaufstiegen, rempelte der Mann aus Unachtsamkeit eine Frau um, die mit Kindern und Kinderwagen unterwegs war. Der Kinderwagen stürzte die Treppe herunter und das Kind erlitt Verletzungen. Sofort wurde die Polizei gerufen und erschien umgehend am Unfallort. Als sie damit begann, ein Protokoll aufzunehmen, reihten sich die vier Teilnehmer um den Verursacher des Schadens, machten eine leichte Verbeugung und erklärten: „Es tut uns sehr leid, dass euch das passiert ist. Ihr habt doch so gut Acht gegeben. Wie wir euch kennen, werdet ihr sicher bereit sein, für den von euch angerichteten Schaden aufzukommen.“
„Wir verstehen“, sagte einer der Polizisten.
Fazit: Ich bin ich und wir, das sind wir alle gemeinsam.
Oder: Klare Verantwortung bedingt eine klare Sprache.