Deutschland-Lese

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Autor Christoph Werner lässt den Weimarer Unternehmer und Verleger Friedrich Justin Bertuch zurückblicken auf das eigene Leben.

Ein Tag im Leben des Friedrich Justin Bertuch

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Nonsens für Alle

Nonsens für Alle

Florian Russi

Bei einer Kommunalwahl in einer größeren Stadt bewarb sich erstmals eine neue Partei, die sich NFA – Nonsens für Alle -  nannte. Ihr selbsterklärtes Ziel war es, Abschied von Vernunft und Logik in der Politik zu nehmen. „Die Welt und das All entwickeln sich nicht rational und logisch. Ihre Entwicklung ist absurd und voller Verrücktheiten. Erkenntnisse und Vernunft können daher nur in die Verzweiflung führen. Deshalb möchten wir wenigstens ein wenig Spaß haben und der Torheit eine Chance geben.“

Was kaum jemand erwartet hätte, trat ein. Die Partei zog mit 5 Abgeordneten in das kommunale Parlament ein und bildete eine eigene Fraktion. Die stellte in der Folgezeit eine Reihe von Beschlussanträgen.

Als erste beantragten sie, den unrentablen Flugplatz der Stadt in eine Weltraumstation umzuwidmen und einen Landeplatz für Unbekannte Flugobjekte (UFOS) anzulegen. Als ein schweres Unwetter hereinbrach und die Stadt überschwemmte, schlugen sie vor, diesen Zustand zu belassen und den Ort zu einem „Klein-Venedig“ umzuentwickeln. Auch als der örtliche Fußballverein eine Serie von Misserfolgen einfuhr, hatten sie eine Lösung anzubieten. Sie empfahlen, den neu angelegten Rasen gegen den alten auszutauschen, da man auf dem früheren häufiger auch mal gewonnen habe.

Nachdem im Nachbarland ein anderer militärisch angegriffen hatte, traten sie mit dem Antrag an die Öffentlichkeit, dem überfallenen Staat ebenfalls den Krieg zu erklären. „Damit werden wir Kriegspartei und können aktiv auf Friedensverhandlungen hinwirken“, machten sie als Begründung geltend.

Anfangs wurde über die Anträge gelacht, dann begegnete man ihnen mit Kopfschütteln und schließlich mit Gegenwehr und Beschimpfungen. Der Oberbürgermeister und die regierenden Parteien setzten auf das Ende der Wahlperiode und auf Neuwahlen. Die fanden dann auch statt. Dabei verdoppelte die NFA die Zahl ihrer Stimmen.

Fazit: Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.

Oder: Vernunft ist im menschlichen Leben eine Möglichkeit, aber keine sichere Gewähr.

 

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Vorschaubild: vectors/esel-1295939/, Urheber: OpenClipart-Vectors auf Pixabay.

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