Ein Staat fiel über sein Nachbarland her, bombardierte dessen Städte und Menschen und schickte seine Truppen vor. Es kam zu vielen Morden, Folterungen und Vergewaltigungen. Die Grausamkeiten kannten keine Grenzen. Da trat in einem weiteren Nachbarland eine Politikerin auf und rief: „Wir wollen Frieden, Frieden, ja Frieden.“ Das gefiel ihren Anhängern und sie stimmten in den Ruf mit ein.
Eine andere Politikerin aber reagierte empört. „Natürlich wollen wir alle Frieden. Es ist ein Menschenrecht und gilt für uns alle. Was wir hier aber konkret brauchen, ist nicht der Ruf nach Frieden, sondern das Schweigen der Waffen, die Beendigung der Übergriffe, den Rückzug der Truppen und eine Wiedergutmachung der entstandenen Schäden. Frieden beginnt erst da, wo Aggressionen aufhören.“
Fazit: Friede entsteht nicht durch schöne Worte.
Oder: Aggressionen stoßen sich nur am Widerstand.
Oder: Viele Tyrannen handeln nach dem Grundsatz: „Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein.“ (Sprichwort)
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