Ein Fußballverein hatte gegen einen auswärtigen Gegner demütigend mit 8:0 verloren. Als es einige Zeit später zu einer erneuten Begegnung kam, schrieben die örtliche Presse und einheimische Netzwerke davon, dass der Verein nun alles daransetzen müsse, um Revanche zu üben. Das neue Spiel endete 1:0 und Sieger war diesmal der Verein, der beim vorangegangenen Spiel so hoch verloren hatte.
Im anschließenden Interview hielten die Presseleute dem Trainer vor, dass der knappe Sieg keine echte Revanche bedeuten würde.
„Wer hat von Revanche gesprochen?“, antwortete der Trainer. „Revanche bedeutet Rache, Heimzahlung oder Wiedergutmachung. Davon konnte nie die Rede sein. Jedes Spiel ist ein fairer Wettkampf und im Spiel kann es keine Rache geben. Vor einiger Zeit haben wir verloren. Das hat uns betrübt. Wir haben Lehren daraus gezogen und diesmal gewonnen. Das stimmt uns sehr froh.“
Fazit: Wer sich von Rachegefühlen leiten lässt, hat schon verloren.
Oder: Jedes Spiel zählt für sich.
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