Es war an einem Sonntagnachmittag und eine Familie freute sich auf eine gemeinsame Kaffeerunde. Da sagte die Mutter: „Zunächst bekommen der Hund und die Katze ihr Futter. Dann werde ich für die Kinder ihr Lieblingsgebäck und dann die Kaffeetafel für uns alle richten.“ Beim Kaffee fragte die Tochter: „Warum bekommen der Hund und die Katze immer als Erste zu fressen? Die können doch genauso gut warten wie wir.“ Da antwortete die Mutter: „Natürlich könnten sie das. Doch Tiere können nicht planen wie wir. Für sie gilt nur, was im jeweiligen Moment geschieht. Darum bekommen sie als Erste, damit sie schon einmal zufrieden sind. Wir als Familie haben Verantwortung für unsere Tiere. Als Eltern haben wir Verantwortung für euch und als Ehepaar Verantwortung füreinander. So bestimmt sich die Reihenfolge. Auch bei den Bauern heißt es: „Zuerst kommt das Vieh“. Das beruht auch auf der menschlichen Erfahrung, dass jemand, der selber satt ist, zur Bequemlichkeit und zum Nichtstun neigt. Erfreuen wir uns also jetzt an unserer Gemeinsamkeit.“
Fazit: Für die meisten Lebensabläufe empfiehlt sich eine klare Ordnung.
Oder: Zum Menschsein gehören sowohl Verantwortung als auch Pflichten.
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