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kurze Theaterstücke für integrative Kindergruppen

Christina Lange und Florian Russi

Die Nichte des Papstes Teil 22

Die Nichte des Papstes Teil 22

Florian Russi

„Du schaust schon wieder so unzufrieden in die Welt“, stellte der Papst gegenüber seiner Nichte fest. „Was ist es diesmal, was dich bedrückt?“

„Ich hadere mit unserem Schöpfer“, antwortete die Nichte. „Er ist allmächtig und hatte alles in seiner Hand. Warum hat er zugelassen, dass vor 6 Millionen Jahren ein Meteorit drei Viertel der damals lebenden Tiere vernichtet hat und warum hat er es so eingerichtet, dass die Menschen und ein Großteil der Tiere andere Lebewesen töten und ausbeuten müssen, um selbst überleben zu können? Lange Zeit haben die Gläubigen dies widerspruchslos zur Kenntnis genommen und mein Religionslehrer hat behauptet, die Tiere, die geschlachtet und getötet würden, wüssten ja nicht, dass sie da sind. So ein Quatsch.“

„Mein armes Patenkind, darauf kann ich dir leider keine schlüssige Antwort geben“, antwortete der Papst. „Gott hat uns Menschen die Erde anvertraut und es liegt an uns, was wir daraus machen.“

Fazit: „Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt“ (Christian Morgenstern)

Oder: „Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“ (Arthur Schopenhauer)

 

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Vorschaubild: vectors/katastrophe-asteroid-erde-5657778/, Urheber: gtaranu auf Pixabay.

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