Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

 

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Die Nichte des Papstes Teil 19

Die Nichte des Papstes Teil 19

Florian Russi

„Wenn du mir keine Antwort geben kannst, wer dann?“, sagte die Nichte zu ihrem Onkel, dem Papst. „Zur Zeit lese ich viel über die Menschheitsgeschichte. Daher stoße ich immer wieder auf die Neandertaler. Viele tausend Jahre lebten sie zeitgleich wie die heutigen Menschen auf der Welt. Sie waren ihnen ähnlich, glichen sich äußerlich und zeugten Kinder miteinander. Die heutige Forschung hat ergeben, dass alle Menschen Neandertaler-Gene in sich tragen. Sie gehören also zu unseren Vorfahren. In der Bibel aber ist nirgendwo von ihnen die Rede. Waren die Neandertaler keine Geschöpfe Gottes? Hatte er sie nicht genauso lieb wie die Gattung „Homo sapiens“? Hatten die Neandertaler keine Seele?“

„Damit bin ich leider überfragt“, gestand der Papst. „Die Bibel hat nur den Menschen zum Thema. Sie ist auch nur von Menschen geschrieben worden. Doch ich vertraue auf Gott. Er wird auch den Neandertalern einen Platz in seinem Himmelreich vorbehalten haben.“

„Das wäre schön“, antwortete die Nichte, „und, wenn ich einen Wunsch an ihn äußern dürfte: einen Platz für alle Lebewesen.“

Fazit: Ein großer Teil des Glaubens ist bestimmt durch die Hoffnung.

Oder: Wer lebt und liebt, sorgt auch für seine Geschöpfe, die Kinder.

 

*****

Vorschaubild: Neanderthals-gb338100f2 1280, Urheber: athree23 via Wikimedia Commons CC0.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Tempolimit
von Florian Russi
MEHR
Der Aggressor
von Florian Russi
MEHR
Die Passerteilung
von Florian Russi
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen